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Mit dem FCK unterwegs in Franken
Gemeinschaftsfilm
Dieser Gemeinschaftsfilm ist einfach nur zu loben. Die beiden Filmer Roland Schmidt und Adi Fitz haben hervorragende Bilder geschossen, die Jupp Dworschak dann meisterlich zusammengeschnitten hat. Ebenso gut sind die Musikuntermalung und der Kommentar, bei dem dann Roland wieder mitgemacht hat.
Der Film handelt von unserem Clubausflug im vergangenen Jahr. Zwei Tage waren wir unterwegs, haben viele interessante Bauten und Städte gesehen, haben am Abend auch noch kräftig gelacht und uns gefreut und eine Menge Eindrücke mit nach Hause genommen. Und das alles wurde eingefangen in etwa 16 Minuten Filmlänge, wobei wirklich das Wesentliche gezeigt wurde: Informative schnelle Schnitte der Gebäudeansichten, viele Details, gute Auswahl und Abwechslung in den einzelnen Bildfolgen zwischen Gebäuden, Straßen, Plätzen sowie den guckenden und wandernden Menschen darin. Auch die jeweiligen Fremdenführer kamen nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang. Nichts war eben langatmig oder langweilig. Das Wesentliche wurde gezeigt, Großaufnahmen in Hülle und Fülle, farbenfrohe Bilder, jeder einzelne unserer Teilnehmer ist mal auf dem Bildschirm erschienen. Informationen wurden lebendig und gekonnt sparsam rübergebracht. Ganz besonders ist das im Bamberger Dom aufgefallen: die Architektur, das Kaisergrab, der Bamberger Reiter, die beiden Frauengestalten Ecclesia und Synagoge: die Bilder wechselten schnell, aber nicht hastig. Es war alles dabei, was es zu sehen gab. Draußen in der Stadt am Fluß, mit den sprudelnden Wassern unterhalb der Wehre, in denen einige Kanufahrer Eskimorollen übten und mit dem Rathaus auf der künstlichen Insel (warum, auch das wurde erwähnt), sowie mit den anderen historischen Bauten, der alten Residenz auf dem Domberg und dem Rosengarten.
Vorher waren wir im Schloß Weißenstein. Obwohl es in diesem Monumentalbau vieles zu sehen gab, beschränkten sich die Autoren auf das berühmte Treppenhaus mit vielen Details und das Muschelzimmer, etwas, was man eben nur dort sehen und bewundern kann.
Das Kloster Ebrach, in dem wir einen lustigen Abend verbrachten - Fred war mit seinen Stories wesentlich daran beteiligt, - ließ den Tag ausklingen. Am nächsten Morgen dann die Führung durch die riesige Zisterzienseranlage, in der heute eine Justizvollzugsanstalt für Jugendliche untergebracht ist und die herrliche Kirche daneben. Keiner hätte übrigens in dieser JVA so prunkvolle Räume erwartet.
Am Schluß dann noch der Abstecher nach Iphoven mit seinem wunderbar erhaltenen mittelalterlichen Stadtbild und den historischen Bauten, in der jeder tun und lassen konnte, was er wollte. Man traf sich allenthalben wieder, spätestens zum gemeinsamen Abschiedskaffee. Dieser Film ist wirklich gut gelungen. Er sollte - und da greife ich mal der Jury vor (!!) - unbedingt am öffentlichen Filmabend gezeigt werden.
Noch zwei Anmerkungen: Sehr gefallen haben mir Anfang und Ende des Films. Hier wie dort werden Zusammenfassungen gezeigt. Am Anfang rasche Bildfolge von Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, knapp und dynamisch geschnitten, dazu eine schmissige Musik. Am Ende dann, allerdings in etwas ruhigerer Bildfolge, die Teilnehmer, einzeln oder in Gruppen, an verschiedenen Tischen im Blumen-Cafe, fröhlich und genießend, mit entsprechender musikalischer Untermalung. Der Bogen dabei: er umschließt eben das, was es zu sehen gab und die, die es gesehen haben.
Mit diesem Streifen haben wir auch eine bleibende Erinnerung an unseren lieben Karl-Heinz Vetter, der damals mit von der Partie war. Er konnte die Vorführung im Clubraum jetzt leider nicht mehr sehen. Tod und Leben, wir wissen, daß die beiden manchmal sehr dicht nebeneinander stehen. Und auch das hat uns dieser schöne Film erneut eindringlich vor Augen geführt.
Bewertung 4,08
Raimund Wildenhof
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