Filmbeschreibung


Advent im Salzburger Land
ein Film von Roland Schmidt

Der Streifen wird im Vorspann dem inzwischen verstorbenen Chorleiter Alfred Kunst, 
dem Initiator und Leiter der Reise gewidmet. Der Film zeigt uns in eindrucksvoll gut 
gestalteten Bildern Stationen einer Reise ins Salzburger Land. Der Streifen ist zudem 
sauber vertont. Der Kommentar ist gut formuliert und gut gesprochen, weist aber leider 
mehr Geschichtsdaten als Bezüge zum Advent und zu den Erlebnissen der begleiteten 
Reisegruppe auf. Alfred Kunst ist zwar immer wieder im Bild zu sehen, aber auf 
Bemerkungen zu seiner Person wartet man vergebens. 

Die erste Station ist Burghausen. Von dort geht es nach Salzburg , wo uns Roland 
nacheinander zur Festung, in die Altstadt, zu einer Eisbahn, zum Papageno-Platz, zum 
Dom, zum Stift St. Peter, zum Mozarthaus, zum Weihnachtsmarkt und zu einem 
Krippenspiel ins Festspielhaus führt. Mehr als 7 Minuten sehen wir Szenen der dortigen 
Aufführung. Das kommt einem als Zuschauer etwas überreichlich vor. In Oberndorf und 
Arnsdorf erfahren wir in 10 Minuten fast alles über die Entstehung des Liedes "Stille 
Nacht, heilige Nacht". 
Und schließlich sehen wir für 7 Minuten Szenen aus dem Rupertihof in Ainrang. Eva 
Maria und Thomas Berger, das Gastwirtsehepaar, singen uns dort zuerst "Weiße Taube, 
laß mich ziehen..." und dann noch "Im Walzerschritt durchs Leben". Roland hat die 
ganze, schier unendliche Länge der beiden Lieder aufgezeichnet und mit Inserts von 
den Zuschauern aus Kelsterbach versehen. 
Vieles hätte viel, viel kürzer geschnitten oder aus Mangel an Bezügen zum Advent oder 
zur Reisegruppe ganz weggelassen werden können. Die 14 1/2 Minuten, die Roland mit 
seinem Film über dem im BDFA obersten, verträgliche Limit von 20 Minuten gelegen hat, 
wären ohne schmerzlichen Verlust leicht herausschneidbar gewesen: Zum Beispiel 5 
Minuten Krippenspielaufführung im Salzburger Festspielhaus, 4 Minuten im Museum in 
Arnsdorf, 2 Minuten "Weiße Taube" und 3 1/2 Minuten "Walzerschritt". 

Vielleicht sollten wir doch alle wieder mehr Wert legen auf die Einhaltung des vom 
BDFA empfohlenen 20 Minuten-Limits. Auch ein solcher und gerade dieser 
Zielgruppenfilm würde davon profitieren! 

 

Bewertung: 3,23


Gerhard Steiner